Die esten 40 km verliefen ohne nennenswerte Steigungen entlang der Kueste. Das Wetter war nahezu perfekt, weder zu heiss für das Fahrrad noch regnerisch.
Anstrengend wurde es erst nach Burfjord. Unmittelbar nach dem Oertchen begann die erste Steigung des heutigen Tages. Etwa zwei km lang, angenehmerweise mit etwa 5-6 % nicht zu steil. Nach der Abfahrt gab es noch ein paar Kilometer um die Muskulatur wieder auf Temperatur zu bringen, bevor es das zweite Mal Hoehenmeter zu bewaeltigen galt. Diesmal ging es aber "hoeher hinaus" und der Anstieg verlief etwas steiler.

Anschliessend fuehrte der Weg wieder am Fjord entlang, meist eben und nur wenige Meter ueber dem Meeresspiegel.

Die Landschaft wird von Tag zu Tag gruener. Zwar gab es auch am Nordkap Gras, inzwischen wachsen aber wieder Baeume, die mehrere Meter hoch sind und nicht mehr diesen bizarren Wuchs aufweisen, den ich im Norden beobachten konnte.
Langsam wird es auch wieder etwas duster. Von Dunkelheit kann aber nicht die Rede sein. In meinem Zelt kann ich die ganze Nacht durch ohne Taschenlampe lesen.

Ich spielte heute mit dem Gedanken, Storslett hinter mir zu lassen, eine Stelle am Fjord war dann aber zu verlockend, so beendete ich dort die Fahrrad-Etappe.
Das erfrischende Gefuehl der Wasserfall-Dusche von gestern musste ich auch heute nicht missen. Einen kleinen Bach zu finden ist hier praktischerweise sehr einfach. Es gibt alle paar hundert Meter einen, der sich seinen Weg von den Bergen in den naechsten Fjord sucht.
Diese Baeche sind uebrigens oft auch meine Trinkwasserversorgung. Das Wasser im Supermarkt kostet ein Vielfaches von dem in Deutschland zu bezahlenden Preis (1,5 l kosten mind. 1 Euro), dabei kann man hier an jeder Ecke trinkbares Wasser finden. Wie paradox.